Die Weihnachtszeit, eine der schönsten Zeiten des Jahres. Leuchtende Lichter in der Nacht, Kinderlachen, ersehnter Urlaub und Geschenke unter dem geschmückten Baum. Ein christliches Fest, auf das sich selbst viele der Nicht-Christen freuen. Was eigentlich kein Wunder ist, wenn man bedenkt, dass es eigentlich gar keines ist. Jedenfalls sein Ursprung ist alles andere als christlich.
Ursprünglich leitet sich Weihnachten von dem von vielen Kulturen gefeierten Fest am 21.Dezember. Dem bei den Germanen bekannten Julfest. Das Fest der Wintersonnenwende, der Toten und der Fruchtbarkeit. Für die Ägypter der Tag der Geburt von Horus, dem König der ägyptischen Götter und Himmels- und Lichtgott und Beschützer der Kinder. Für den vorderasiatischen Mithraskult die Geburt des indischen Lichtgottes.
Schon hier sieht man die Parallele zu Weihnachten, denn bei allen Festen geht es um die Geburt einer wichtigen Figur dieser Religion. Auch der Aspekt mit dem Licht schlägt sich bei allen Festen durch, denn Jesus wird auch als das „wahre Licht, das jeden Mensch erleuchtet“ und als das „Licht der Welt“ bezeichnet.
Woher diese Parallelen kommen? Ob sich die Germanen, Ägypter und der vorderasiatische Mithraskult voneinander inspirieren haben lassen, kann man leider nicht sagen, aber dass die Christen sich von den Germanen ein wenig abgeschaut haben, ist mittlerweile bekannt. Dies hat den einfachen Grund, dass die Christen die Heiden für ihre Religion gewinnen wollten bzw. sie zu ihrem Glauben zu zwingen versucht haben, indem sie das Julfest verboten haben. Als dies sich jedoch nicht als Erfolg herausgestellt hat, kam man auf eine neue Idee. Um den Übergang vom heidnischen Glauben zum christlichen zu erleichtern, erfand man ein Fest, das dem anderen ähnlich war und vier Tage später stattfinden sollte. Ihm gab man, passend zur Religion, einen neuen Hintergrund: Jesus Geburt.
Wie man heute sieht, hat diese Idee sehr gut funktioniert, sonst würden wir wohl kaum heute Weihnachten feiern. Na ja, die meisten von uns. Auch die Tradition des Weihnachtsbaumes leitet sich aus dem heidnischen Fest ab. Die Germanen sahen in immergrünen Pflanzen ein Symbol für Fruchtbarkeit und Lebenskraft, weswegen man am 21. Dezember Tannenbäume an öffentlichen Orten und vor den Häusern aufstellte. Jedenfalls die Reichen taten dies, ärmere Leute begnügten sich mit Tannenzweigen, die sie überall am Haus befestigten. Die Tannenzweige sollten zu dem böse Geister abwehren. Der Schmuck für die Tannenbäume stellten zu dieser Zeit natürlich noch keine Christbaumkugeln und Lametta, sondern Äpfel, Früchte, Nüsse und Fliegenpilze. Diese getrockneten Fliegenpilze sind übrigens das Vorbild für unsere heutigen Christbaumkugeln.
Ich dachte, es wäre mal schön zu wissen woher das überaus beliebte Weihnachtsfest eigentlich stammt, wo wir es doch jedes Jahr feiern. Ich hoffe, euch hat diese kleine Erklärung gefallen.
Liebe Grüße eure Thot
